30.12.2020 | 19:00 Uhr | Online-Lesekreis Durch lesen bilden statt Bildzeitung lesen! – Das Lesecafé im Online-Noir

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Bei unserem monatlichen Lesecafé steht die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem geschriebenen oder getippten Wort im Vordergrund. Zu jedem Termin gibt es ein inhaltliches Angebot, welches von der Lesecafé Orga vorbereitet wird, hier geht es um das gemeinsame Lesen politischer, philosophischer, kritischer und subversiver Texte und Werke. Wir wollen Raum, Zeit und Ort geben, unsere politischen, philosophischen und subversiven Ideen weiter zu entwickeln. Inhaltlich treffende Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu üben, heißt zuerst sich im Verständnis dafür und ganz generell im Kritisieren zu üben. Während es die Möglichkeit gibt sich im Rahmen des Lesecafés gemeinsam einem Inhalt zu widmen, kann Mensch sich auch im Café Noir aufhalten, selbst Lesen oder arbeiten. Wichtig ist nur: Es ist eher Ruhe und Konzentration angesagt. Wenn ein Inhalt uns überzeugt und wir glauben auch andere Menschen könnten von unserer Auseinandersetzung profitieren wird vielleicht ja eine Veranstaltung daraus?!

Derzeit beschäftigen wir uns mit folgendem Sammelband (Das Buch ist eine Aufsatzsammlung, Einstieg jederzeit möglich):

Trigger Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen von Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendes Klappentext: Identitätspolitik steckt in der Sackgasse: Empowerment wird auf Gender-Sternchen und die Vermeidung des N-Worts verkürzt. Überall sollen Minderheiten vor möglichen Verletzungen geschützt werden – in Uniseminaren, Kunst und Mode, im Netz und bei öffentlichen Events. Für alle, die Politik nicht mit eigener Betroffenheit belegen, schließt sich die Debatte. Wer mit der anspruchsvollen Pflichtlektüre nicht hinterherkommt, ist raus. Die solidarische Kritik an diesen Exzessen wird zum Dilemma in einer Zeit, in der Rechte gegen Unisextoiletten und die »Ehe für alle« hetzen – und Linke darin »Pipi fax« oder den Aufstieg von Trump begründet sehen. Zwischen Abwehr und Abschottung richtet der Band den Blick auf die Fallstricke der Identitätspolitik und sucht nach Allianzen jenseits von Schuldzuweisungen und Opferkonkurrenz.

Das Buch ist im Verbrecherverlag unter der ISBN: 9783957323804 erschienen. Wer sich das Buch nicht kaufen kann oder möchte, wir finden vor Ort eine Lösung zum gemeinsamen Lesen.